Der Festgottesdienst zur Feier der Diözesanerhebung vor 40 Jahren geriet zu einer Art feierlichem Hochamt, das mitten in der Weihnachtszeit etwas Österliches ausstrahlte.

Von Wolfgang Ölz (Vorarlberger KirchenBlatt)

Dompfarrer Rudolf Bischof tat bei der Einführung im Dom seinen Dank kund, dass der Auferstandene diese ganzen 40 Jahre mit der Diözese Feldkirch auf dem Weg gewesen sei.
Ein  selten gefüllter Dom zeigte, dass die Kirche im Land vielen Menschen ein echtes Anliegen ist. Der Gesang im Dom, angefangen von „Ein Haus voll Glorie schauet“ zeigte eine spirituelle Tiefe und den langen Atem einer 40 Jahre jungen und ehrwürdigen Institution.

Erstmals erklang auch die Jubiläumsglocke beim großen Einzug in die Kirche. Diözesanbischof Dr. Elmar Fischer nahm dies zum Anlass, jedem der Anwesenden zu wünschen, selbst in der großen Gemeinde der Kirche mitzuklingen. Der Domchor und das Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Benjamin Lack gaben dem ganzen Festgottesdienst mit „Pauken und Trompeten“ eine wunderbar musikalische Note. Domorganist Johannes Hämmerle griff mächtig in die Tasten der Domorgel.

In der Festpredigt entwickelte Metropolitan Erzbischof Dr. Alois Kothgasser anhand der Gottesmutter vier „Marianische Hinweisschilder“, die er der jungen Diözese mit auf ihren Weg geben möchte: Offenheit und Aufmerksamkeit für den Moment Gottes und für die Situation der Menschen, die Suche nach dem Gespräch mit Gott und die Suche nach dem Dialog und der Glaube Mariens, der geprägt ist vom Vertrauen in Gottes Mitsein auf unseren Wegen. Seine Ausführungen gipfelten in der Aussage „Das Entscheidende tut Gott!“ (Die gesamte Predigt von Bischof Kothgasser finden Sie hier.)

Die langen Schriftlesungen, die Tauferinnerung, auch die langen Fürbitten hatten tatsächlich etwas Österliches. Dies hat auch eine liturgische Sinnigkeit, denn Advent und Weihnachten sollten immer mit Blick auf Ostern, d.h. die Geburt des Erlösers immer in Verbindung mit seinem Leiden und Sterben gesehen werden, um nicht im Belanglosen des Kitschs unterzugehen.
Die Fürbitten nahmen die sieben Sakramente zum Anlass, und die Kollekte war für die neu gegründete Pfarre Santana von Bischof Alfredo Schaffler in Parnaiba/Südamerika.

Zum Schluss leitete Dompfarrer Rudolf Bischof zur Feierstunde und Agape vor dem Dom über indem er einlud, in der Kälte und Dunkelheit des Winters um das Feuer vor dem Dom zusammenzubleiben. Auf dem Domplatz fand sich eine fröhliche Festgemeinde ein. Bei Glühwein und Brötchen konnten sich alle, die sich mit der Diözese verbunden fühlen, unterhalten, ein symbolisches Hölzchen ins Feuer werfen  und diesen feierlichen Tag im Advent ausklingen lassen.