Neben den vielen schönen und glücklichen Momenten im Leben eines Menschen gibt es auch Erlebnisse und Erfahrungen, die uns traurig machen: der Tod eines geliebten Menschen, schmerzhafte Enttäuschungen, der Verlust von Dingen, von Heimat, der Verlust einer Freundschaft, wenn Beziehungen zerbrechen…

In diesen Zeiten ist es oftmals sehr schwer, der Trauer und dem Schmerz Raum zu geben. Was hilft sind Worte und Zeichen des Mitfühlens und des Verstehens, Menschen, bei denen wir uns angenommen fühlen, mit denen wir reden können oder auch einmal schweigen dürfen, Menschen, mit denen wir lachen und das Leben spüren dürfen, eine herzliche Umarmung oder einfach die Gemeinschaft mit anderen….

Der Abend der Trauer und Ermutigung ist jedes Jahr immer wieder ein Angebot, sich für die eigene Trauer Zeit zu nehmen und diesen Weg ein Stück in Gemeinschaft zu gehen und zu erfahren, ich bin nicht allein, was immer mich auch jetzt so traurig stimmt. Heuer fand dieser besondere Abend am Freitag, 3. November 2017 in der Kirche Hl. Kreuz in Bludenz statt. Organisiert, vorbereitet und mitgestaltet wurde der Abend der Trauer und Ermutigung von der Pfarrcaritas und der Katholischen Kirche Lebensraum Bludenz. Die musikalische Gestaltung der Ökumenischen Feier übernahm Frau Elisabeth Schaffenrath, vielen Dank! Das einfühlsame Harfenspiel trug sehr zur angenehmen Stimmung in der Kirche bei.

Zur Einstimmung in diesen Abend gab es eine sehr interessante Kirchenführung von Kirchenraumpädagogin Hildegard Burtscher. Die Fenster der Seligpreisungen in der Hl. Kreuzkirche sind ein besonderer Schatz, wo ein Herzstück der der Bergpredigt zum Leuchten gebracht wird. Selig die traurig sind - denn sie werden getröstet werden. Die verschiedenen Stationen der Ermutigung eröffneten die Möglichkeit, sich mit den persönlichen Gefühlen auseinanderzusetzen. Zudem gab es die Gelegenheit in Einzelgesprächen mit den anwesenden Seelsorgern bzw. mit BegleiterInnen von Hospiz Vorarlberg die eigene Trauer zu verarbeiten.

Wir danken allen, die zur Gestaltung dieses Abends mitgewirkt haben und dadurch vielen Menschen, die Gelegenheit boten, das Thema Trauer und Abschied in den Mittelpunkt zu rücken.

Eva Corn