Unsere Orgel, erklärt vom Orgelbaumeister Gerhard Mayer, eine Bildgschichte der Pfarrkirche von Wolfgang Klocker, Turm mit Glockenstuhl und Dachboden der Kirche, geführt von Sepp Nagel und ein besonderes Abendlob mit Pfarrer Dominik und dem Kirchenchor mit Maria und Paul Faderny waren die Höhepunkte der Langen Nacht der Kirchen.

24. Mai 2019. Ein wunderschöner Frühlingsabend. Kurz vor sechs Uhr läuteten die Glocken von St. Sebastian die Lange Nacht der Kirchen ein. Sogleich fand sich eine stattliche Gruppe, um mit Sepp Nagel den Turm zu besteigen und interessante Einblicke zu bekommen in die Glockenstube, das alte Uhrwerk und den Dachboden über dem Kirchengewölbe, der inzwischen zu einem kleinen Museum alter Gegenstände aus der Oberdorfer Kirche wurde (Krippe, Grab, Römische Soldaten, Leuchten, Schlüssel, Engel,…). Weitere interessierte Gäste aus nah und fern besichtigten inzwischen die 2012/13 renovierte Kirche und die Sakristei und ließen sich viel Wissenswertes erzählen. Im Altarraum konnten sie die Geschichte und die Veränderungen der Pfarrkirche von 1826/27 bis heute an Hand alter und neuerer Fotos, zusammengestellt von Wolfgang Klocker betrachten.
Um 19:30 Uhr startete Sepp die zweite Führung in den Turm, wieder sehr gut besucht, und ab 20 Uhr stand Orgelbaumeister Gerhard Mayer, der heutige Chef der Fa. Gebr. Mayer, die unsere Orgel 1890 gebaut hatte, vielen aufmerksamen Zuhörern für alle Fragen zum Thema Orgel zur Verfügung.
Kurz nach 21 Uhr füllte sich die Kirche mit zunehmender Dunkelheit immer mehr und weit über hundert Gäste erwarteten mit Spannung das besondere Abendlob mit dem Titel „Von «Sister Act» bis «Wie im Himmel»“. Pfarrer Dominik verstand es mit einem schönen Text aus der Bibel und entsprechenden Fragen und Anregungen auf die Lieder einzustimmen. Der Kirchenchor St. Sebastian - Bruder Klaus sang unter der Leitung von Maria Faderny und begleitet von Pau Faderny zuerst „Fly with me“ – Lenas Song aus dem Film „Wie im Himmel“ (Musik Stefan Nilsson), und anschließend „O Happy Day“ (alter Gospelsong aus dem 18. Jh., bekannter als Filmmusik aus „Sister Act 2“). Als Solist brillierte hier Jakob Rella, der Chor übertraf sich selbst und es brandete spontaner Beifall auf. Schließlich sang der Chor noch „I will follow him“ (Komponist Franck Pourcel, Satz Ulrike und Christoph Lefherz und Sebastian Klein, bekannt als Filmmusik aus „Sister Act“). Zum Einzelsegen, den Pfarrer Dominik spendete, spielte Paul Faderny wunderschön und besinnlich auf der Hammondorgel. Als sich Pfarrer Dominik am Ende bei allen und speziell beim Kirchenchor bedankte, kam es zu „Zugabe“-Rufen und Standing Ovations. So gab der Chor gern und sehr emotional noch einmal „O Happy Day“ zum Besten.
Kein Wunder, dass bei dieser fantastischen Stimmung der Ausklang beim Buffet, von Charly Wehinger und seinen Helferinnen organisiert, noch recht lange dauerte.
Wolfgang Klocker
Bilder dazu gibt es in der Galerie.