Der Hohenemser Chor „Joy“ spielt derzeit eine CD ein, die im April 2018 vorgestellt wird.

Es handelt sich dabei um eine Benefiz-CD für ihr ehemaliges Chormitglied Andrea Lampl, die an Multiple Sklerose erkrankt ist. Für Chorleiter Jürgen Waibel und den gesamten Chor ist dieses Engagement nichts Außergewöhnliches, für sie „gehört es so“.  

1999 erhielt Andrea Lampl die Diagnose einer multiplen Sklerose. Sie war seit der Gründungs des Chores „Joy“ bei der Hohenemser Gesangsformation. Bis 2011 hatte sie im Chor gesungen und war auch im Beirat aktiv.

Die Krankheit Multiple Sklerose ist nicht heilbar, jedoch kann der Verlauf durch verschiedene Maßnahmen oft günstig beeinflusst werden. Für zusätzliche Therapie-Termine wird ein Teil des Reinerlöses der nun aufgenommenen CD zur Verfügung gestellt. „Andrea hat als Sängerin und Gitarristin in unserem Chor viel mitgestaltet“, erzählt Jürgen Waibel, „und wir sehen es als unsere Pflicht an, sie weiterhin und immer wieder zu unterstützen.“ Der Chorleiter und seine Frau Angelika treffen Andrea regelmäßig, weil das für sie „so gehört“, wie sie sagen.

Der Chor „Joy“ wurde 1998 ins Leben gerufen. Bei einer Umfrage in der Pfarre St. Konrad war festgestellt worden, dass ein Jugendchor fehle. Die Gründung erfolgte innerhalb von drei Stunden. Angefangen hat der Chor mit 15 Chormitgliedern, heute sind es 38 im Alter von 16 bis 76 Jahren. Die Chorgemeinschaft wird durch Familienausflüge, Kegelabende und Probenwochenenden gepflegt. Der Schwerpunkt des Repertoires liegt auf modernen Kirchenliedern, Mundart und Austro-Pop. Aktuell sucht der Chor Männer- und Sopranstimmen. Vorsingen muss niemand, für Chorleiter Waibel ist aber wichtig, dass ein Chormitglied gesellig ist, Freude am Singen hat und wenigstens einen Ton halten kann.

Die CD-Aufnahmen finden derzeit im Tonstudio „Seidl-Music“ in Feldkirch statt. Studio-Inhaber Wolfgang Seidl nimmt jede Chorstimme und jede Instrumentengruppe einzeln auf und führt dann die einzelnen Stimmen zusammen.

Das Gemeinschaftsgefühl kommt dann spätestens wieder bei den gemeinsamen Aufführungen zum Tragen.

Wolfgang Ölz

Weitere Infos zum Chor Joy und zur Benefiz-CD: www.chorjoy.com