In Mittelamerika, genauer gesagt in Panama, stieg in der letzten Woche die Party des Jahres. Zumindest für junge Christ/innen ist der Weltjugendtag „The place to be“. Sieben wundervolle Tage verbrachten auch ein Dutzend Vorarlberger/innen in Panama. Mona Pexa von der Jungen Kirche Vorarlberg und Jugend- und Jungscharseelsorger Fabian Jochum begleiteten 10 junge Erwachsene zum Weltjugendtag.

Die Nächte von Montag bis Samstag verbrachten die zwölf bei Gastfamilien in Panama City. „Wir wurden so herzlich empfangen, ich finde kaum Worte dafür. Die Gastfamilien waren alle extrem motiviert, uns ihre Heimat und Kultur zu zeigen. Schöner kann man gar nicht empfangen werden“, schwärmt Mona Pexa, die Reiseleiterin. Trotz Temperaturen um die 30 Grad gab es ein volles Programm. „Wir haben viel von der Stadt gesehen. Am Panamakanal waren wir, in der Altstadt und die Aussicht über die Skyline haben wir auch genossen. Die Reise ist mir schon jetzt jeden Cent wert“, lacht der Vorarlberger Lucas Rühnschopf. Neben dem Sightseeing gab es zahlreiche Workshops, Konzerte und auch ein Österreichertreffen, bei dem sich alle 200 Pilger/innen aus Österreich Gottesdienst feierten.

Eine Nacht unter Sternen

Am Samstagmorgen startete die Truppe ins Highlight der Woche: die Vigil am Abend, sowie die Messe am Sonntagmorgen - beides mit Papst Franziskus. Davor wartete aber noch ein bisschen Fußmarsch auf sie, denn der gehört beim Pilgern einfach dazu. Über gesperrte Autobahnen liefen sie mit Tausenden anderen zum Metro Park, dem Ort des Geschehens. Ausgestattet mit Schlafsack, Isomatte und einem Lunchpaket machten sie es sich mit Jugendlichen aus aller Welt auf dem riesigen Feld bequem. Teamwork war gefragt. „Aus Tüchern, Schals und Schnüren haben wir uns ein Zelt zum Übernachten gebaut. Das war ein cooles Gemeinschaftsprojekt“, berichtet Pexa. Am Nachmittag drehte Papst Franziskus eine Runde über das Gelände. „Ein paar von uns standen in der ersten Reihe, direkt vor dem Papst. Das war mein persönliches Highlight!“
600.000 Leute waren bei der Vigil anwesend, die meisten davon übernachteten auch auf dem Gelände. „Rein logistisch wäre es sonst wahrscheinlich nicht möglich, am Sonntagmorgen bei der Messe pünktlich zu sein“, schmunzelt Pexa. Aber auch mit so vielen anderen gemeinsam unter den Sternen zu übernachten ist ein einmaliges Erlebnis. „Bis um Mitternacht gab es Programm, danach sind wir gemütlich beisammen gesessen, haben Karten gespielt und eine ruhige Nacht auf dem Feld verbracht.“ Einziges Manko an der „Übernachtungsparty“: Um 5:50 Uhr begann der erste Programmpunkt, mit Ausschlafen war’s dann wohl nix.

Heilige Messe mit Apell

Um 8 Uhr Ortszeit begann die Messe mit Papst Franziskus, die per Radio auch auf Englisch übertragen wurde. „Mich hat es sehr beeindruckt, wie gesellschaftspolitisch eingestellt unser Papst ist. Brücken bauen, dass jeder gleich viel Wert ist und man jeden mit offenen Armen empfangen soll, waren Teile seiner Predigt. Er hat auch an die ältere Generation appelliert, dass sie uns den Weg bereiten, und sich nicht über die Jugend beschweren sollen“, berichtet Pexa weiter. Als eine der letzten Gruppen verließen die Vorarlberger/innen den Platz, einerseits um dem Trubel zu entgehen, andererseits um noch ein bisschen länger die Vibes des Festes genießen zu können.

Noch lange nicht Schluss

Weil es sich aufgrund der langen Anreise anbietet noch ein bisschen länger zu bleiben, machen sich die zwölf am Montagmorgen auf in Richtung Kolumbien, und zwar mit einem Segelschiff. Nach fünf Tagen „Inselhopping“ werden sie bis zum 9. Februar das warme, südamerikanische Land unsicher machen, bevor es wieder zurück ins winterliche Ländle geht. Was genau sie in den kommenden Wochen auf ihrer Reise noch alles erleben, könnt ihr laufend unter www.junge-kirche-vorarlberg.at nachlesen.
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Übrigens: Wer zum nächsten Weltjugendtag mit möchte, muss nicht mehr so weit reisen. 2022 wird das Großereignis nämlich in Portugal stattfinden, genauer gesagt in Lissabon. Und weil es die Tradition so will – und die Junge Kirche Vorarlberg sehr reiselustig ist  – wird es auch dort hin sicher wieder eine organisierte Reise geben.

Sara Bertel

Sara Bertel, Lochau
Das ist jetzt der zweite Weltjugendtag, bei dem ich dabei war, und der hier hat mir wieder super gefallen. Ich finde es toll zu sehen wie viele Leute aus aller Welt angereist sind, um gemeinsam zu feiern und den Papst zu sehen. Ich würde jedem empfehlen, einmal bei diesem Ereignis dabei zu sein. Mir hat der Weltjugendtag viel Hoffnung gegeben. Vor allem zu sehen, wie so viele Jugendliche friedlich zusammen sein können und an Gott glauben und die Gemeinschaft die spürbar ist - das alles ist eine Wahnsinns-Erfahrung.

 

Sabrina Reichart

Sabrina Reichart, Lochau
Es ist ein unglaubliches Erlebnis, das wir als Gruppe und Gemeinschaft beim Weltjugendtag 2019 in Panama erleben durften!
Die vielen Eindrücke kann man kaum in Worte fassen. Tausende von Jugendlichen laufen mit ihren Landesflaggen durch die Straßen von Panama City, jubeln und singen. Bei der Messe auf dem Feld mit unserem Papst Franziskus hat man die Verbindung zu den Jugendlichen der ganzen Welt deutlich gespürt, weil wir alle aus demselben Grund zusammengekommen sind! Für mich war es ein sehr besonderer Moment, als die ganze Gemeinschaft zusammen gebetet und gesungen hat.
Fürs Leben nimm ich auf jeden Fall mit, dass man als Gemeinschaft mit Zusammenhalt ans Ziel kommt - wenn man daran glaubt und festhält. Außerdem wurde mir noch mehr bewusst, wie stark der Glaube verbindet, egal wie unterschiedlich die Menschen sind und aus welchen Ländern/Kontinenten sie kommen.