Wer kann schon von sich behaupten, ziellos sein zu dürfen? Die zehn Abenteuerlustigen, die beim „Ziellos zu Fuß“ Projekt dabei waren, konnten vier Tage lang ohne schlechtes Gewissen der Ziellosigkeit frönen.

Ziellos, planlos, grenzenlos

Das Projekt "Ziellos zu Fuß" ist eine Initiative der Jungen Kirche Vorarlberg. Das Prinzip ist einfach: man trifft sich irgendwo und läuft los. Keiner weiß wohin, denn der Würfel entscheidet bei einer Wegkreuzung  die Richtung. Geschlafen wird unter freiem Himmel, unter der Plane oder in einer Hütte, was auch immer sich auf dem Weg am besten anbietet. Gekocht wird am Feuer und gegessen auf dem Waldboden.
Es geht darum, gemeinsam auf dem Weg zu sein und den Alltag zu vergessen. Zeit wird unwichtig und Stress gibt es auch keinen, schließlich gibt es ja auch kein Ziel, das es zu erreichen gäbe. Anfangs war es ein ungewöhnliches Gefühl in unserer leistungs- und zielorientierten Gesellschaft einmal nichts leisten zu müssen, doch mit der Zeit fängt man an, die Ziellosigkeit zu genießen und lässt sich treiben.

Über Stock und Stein

Der Würfel bestimmte Alberschwende als Ausgangspunkt. Von dort zog es die zehn Ziellosen an die Bregenzer Ach, die sich als erstes großes Hindernis erwies. Da weit und breit keine Brücke in Sicht war, musste ein Weg über die Ach gefunden werden. Am anderen Ufer angekommen, führte der Weg an die Weißach und von dort nach Langen. Über den Hirschberg ging es am Pfänder vorbei nach Lohorn, wo das letzte Mal gemeinsam übernachtet wurde, bevor es nach Hause ging.

Suchtgefahr

Vier Tage und drei Nächte draußen zu leben und einfach sein können, schweißt zusammen. Zehn völlig verschiedene Leute, die sich kaum kennen, werden Weggefährten und eigentlich ist genau das das Ziel vom Ziellos sein. Alles was zählt ist das Hier und Jetzt und die Leute, die bei diesem Abenteuer dabei sind. Wie schön wäre es, einfach so weiter zu machen?  

floFlo
Es war eine spannende Erfahrung so ganz ohne Ziel auf dem Weg zu sein. Da weiß man nicht was auf einen zukommt. Aber genau durch dieses "Ziellos-sein" habe ich wunderschöne Orte gesehen, die mich sonst gar nicht interessiert hätten und tolle Menschen kennengelernt, die mir sonst nie aufgefallen wären.

 

annaAnna
Es ist schade, dass unsere Reise so schnell vorbei ging. Ich könnte mich an dieses Wanderleben gewöhnen. Es war ein abenteuerlicher Weg und wir meisterten jedes Hindernis gemeinsam. Aufgeben war keine Option.