37 reiselustige Leute, ein Bus und ein Zirkel. Das ist alles was es für eine ziellose Reise braucht. Das Reiseprinzip ist einfach. Der Zirkel wird beim aktuellen Standort angesetzt und ein Kreis von 5 Stunden Fahrt darum herum gezogen. Jeden Tag darf eine andere Gruppe – auch Mission Control genannt – über das Tagesziel entscheiden. Diese organisiert dann während der Fahrt eine Unterkunft, Verpflegung und ein Programm. So entsteht eine unvorhersehbare Reiseroute.

Reiseroute unbekannt

Am Palmsonntag packten 37 völlig verschiedene Leute ihr Gepäck in den Bus und starteten ihre Reise in Rankweil. Bereits zum vierten Mal startete der Bus mit Chaffeur Blumi in die Ziellos-Reise. Die erste Etappe führte nach Ingolstadt in Deutschland, von dort aus ging es nach Frankfurt und gegessen wurde mal in Essen, des Wortwitzes wegen. So zogen die Ziellosen von Herberge zu Herberge landeten manchmal an sehr besonderen Orten. Ziellos ist deshalb Ziellos, weil man sich bei der ganzen Geschichte ja tatsächlich auf Orte einlassen muss, mit denen man im besten Willen nicht rechnet. Sie fuhren zur de Kleine Haar in Kring Van Dorth. Das ist irgendwo dort, wo keiner mehr ein Haus, geschweige denn eine Herberge vermuten würde. Die Ziellosen haben sich auf alle Fälle in den Arsch der Welt verliebt! Auch Amsterdam und Egmond wurde ein Besuch abgestattet. Das wohl besonderste war die Fußwaschung und der Gottesdienst vor dem Reisebus. Es war ja kurz vor Ostern und da passte das sehr gut dazu. Von Luxemburg ging die Reise nach Leibertingen, dem letzten Reisestop. Dort gibt es das Schloss Wildenstein, das in eine Jugendherberge umfunktioniert wurde. Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss.

Kleine Idee, große Wirkung

Rückblickend war es eine wunderbare Woche. Sieben Tage, die 37 Menschen näher zueinander geführt haben. Es ist schön, dass aus einer kleinen Idee ein so herzerwärmendes Projekt geworden ist. In den Worten vom Veranstalter Johannes: „Meine kleine Cousine hat mir vor über 20 Jahren einen Spruch ins Poesiealbum geschrieben: ‚Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!‘ Inzwischen versteh ich den Satz. Man kann sich viele schöne Dinge überlegen. Aber wir verdanken den Umstand, dass wir jetzt hier sitzen nur unserem eigenen Verrücktsein. Nachdem wir vor vier Jahren zum ersten Mal diese Idee gestreift haben, sind wir jetzt schon wieder ziellos unterwegs. Das ist macht mich glücklich. Vor allem, dass man über diese Woche beobachten kann, wie Freundschaften entstehen und sich alle lieben Leute in diesem Bus näher kommen und lieben lernen. Danke, dass wir das gemeinsam machen dürfen. Danke, dass wir hier sind!“

Der Blog zur Reise: www.ziellos.at