Bekanntermaßen funktioniert das mit dem Reisen in Zeiten wie diesen nicht so gut. Die Crew von „Ziellos“ hat sich davon aber nicht abschrecken lassen und kurzerhand „Ziellos in Isolation“ erfunden. Von Palmsonntag bis Ostermontag waren sie unterwegs.

„So weit sind wir wirklich noch nie gekommen mit unserer Ziellosreise“, merkt Johannes Lampert, Organisator und Mastermind des Reiseformats Ziellos, schmunzelnd an. „Wir haben schon mehrere Destinationen in Kanada, Nordamerika und Sibirien angesteuert. Natürlich nur im Kopf. Unser Motto ist heuer, dass wir auf Gedankenreise gehen. Der Phantasie sind da ja keine Grenzen gesetzt.“

Im Dschungel daheim 

Johannes Lampert und die jugendlichen Mitreisenden haben aus der Not eine Tugend gemacht. Täglich wurden auf dem Ziellos-Instagram und Facebook-Kanal Fotos gepostet, auf denen man die Reisenden an den spannendsten Orten sieht. Im Dschungel, in Tibet oder auch in New York.
„Die Enttäuschung, dass wir in der Karwoche heuer nicht verreisen können, war vielen anzumerken, die sich dazu angemeldet hatten. Um so größer war dann die Freude, dass es nicht ganz ausfällt, sondern dass etwas kreatives passiert“, so Johannes.
Kreativ sind die Mitreisenden allemal. Aufwändige Verkleidungen und spezielle Locations werden auf den Fotos ausgewählt. Hannah Greber, eine Mitreisende meint: „Ich gehe von Stockwerk zu Stockwerk in meinem Haus und mache Fotos. Das letzte Bild, das von mir gepostet wurde, zeigt mich in den Dolomiten. Mir gefällt die Idee, sie ist echt gelungen.“ Auch Junge Kirche Zivi Benny Sawires zeigt sich begeistert: „Das ist eine coole Idee. Ich kann im Kopf überall hinreisen. Auf meinem Bild war ich in New York, das war naheliegend, da ich in meinem Zimmer ein Poster dieser Stradt aufgehängt habe.“

Austauschgruppen online

Was natürlich fehlt ist das Gruppengefühl und auch die Zweiergespräche, die auf so einer Reise zusammenschweißen und einen tiefen Austausch ermöglichen. „Wir haben uns jedoch zwei Mal bei einem online Meeting getroffen. Klar ist das nicht das gleiche wie im analogen Leben, aber so konnten sich die Mitreisenden doch etwas kennenlernen“, so Johannes abschließend.

Eines war auch klar: Heuer war die Gruppe so schnell wie noch nie zu Ostern daheim.

Alle Fotos findet ihr hier!