Der Zivildienst ist ein Wehrersatzdienst. Das Recht, Zivildienst zu leisten hat, wer es aus Gewissensgründen ablehnt Waffengewalt gegen Menschen anzuwenden und daher bei der Leistung des Wehrdienstes in Gewissensnot geraten würde.

Die Dauer des ordentlichen Zivildienstes beträgt seit 1. Jänner 2006 neun Monate. Dieser kann in Bereichen wie Rettungswesen, Behindertenarbeit, Katastrophenhilfe, Zivilschutz, Gedenkstätten und sozialen Diensten gemacht werden. Unter „Soziale Dienste“ fällt auch der Dienst in den diözesanen Einrichtungen. 


Bei der Einführung des Zivildienstes war es der KJ & Junschar Vorarlberg ein großes Anliegen, dieser inovativen Idee als Anwältin beizustehen, da der Zivildienst einer großer Skepsis gegenüber trat. Um den Grungedanken des Friedensdinests voranzutreiben, wurde eine Stelle geschaffen, die den Zivildienst propagierte und die administrativen Hürden für die einzelnen Einsatzstellen übernahm. Über Jahre hinweg entwickelte sich die Zivildienstberatungstelle zu einer fachkundigen Auskunfstzentrale, nicht nur für die kirchlichen Einsatzstellen. Die diözesane Service-, Beratungs- und Infostelle unterstützt mittlerweile bis zu 30 kirchliche Einsatzstellen bei der gesamten Administration (Vermittlung der Zivildiener, Versicherung- und Krankenmeldungsabwicklung, sowie bei der finanziellen Koordination und dem Kontakt mit dem Bundesministerium). Außerdem sind der KJ & Junschar die inhaltlichen Inputs, die zum Wesen des Zivildienstes dazu gehören, ein wichtiges Anliegen. Das Ausbildungsprogramm wird dauernd verbessert und aktualisiert. So ist die Zivildienst-Betreuung ein fester Bestandteil der Jungen Kirche und im Leitbild verankert:

„Durch professionelle Planung, Leitung und Reflexion unserer Bildungsveranstaltungen (...) fördern wir die Entwicklung in folgenden Bereichen: soziale Kompetenzen, Identitätsbildung, Lebensorientierung, Kreativität, Entdeckung neuer Fähigkeiten , sowie das Erleben und Weiten der eigenen Grenzen.“(Junge Kirche Vorarlberg: Ziel 2, Strategie 6, in: Leitbild Junge Kirche; Juli 2009)

„Wir koordinieren weiterhin den Einsatz der Zivildiener in den Pfarren und bieten begleitend Zivildienst Schulungen an.“ (Junge Kirche Vorarlberg: Ziel 2, Strategie 6, Maßnahme 19 der katholischen Jugend und Jungschar, in: Leitbild Junge Kirche; Juli 2009)

„Die Junge Kirche Vorarlberg begleitet (...) junge Erwachsene in einem altersgemäßen solidarischen Engagement. (...) junge Erwachsene sollen bei unseren Projekten die Erfahrung machen, dass sie sowohl im regionalen als auch im globalen Kontext etwas bewirken können. Wir unterstützen junge Menschen bei ihrem Einsatz für Friede und Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung, sozial Benachteiligte (...)“(Junge Kirche Vorarlberg: Ziel 4, Strategie 12, in: Leitbild Junge Kirche; Juli 2009)

„Wir beraten weiterhin Jugendliche in Fragen des Zivildienstes und betreuen die diözesanen Zivildiener. Als Beratungsstelle im Land unterstützen wir junge Männer bei ihren friedenspolitischen Anliegen. Wir stehen damit in der Tradition der Friedensarbeit der katholischen Jugend.“ (Junge Kirche Vorarlberg: Ziel 4, Strategie 12, Maßnahme 43 der katholischen Jugend und Jungschar, in: Leitbild Junge Kirche; Juli 2009)