Eigenes Land besitzen und von der Ernte leben - für die Bauernfamilien in Tansania ist das extrem wichtig. Die Agrarindustrie vertreibt sie aber widerrechtlich von ihrem Land, um Futtermittel oder Ölsaaten für den Export zu pflanzen. Die fatalen Folgen des „Landraubes“ sind Hunger und Krankheiten.

Zitha Said aus dem Dorf Msanda Muungano

PPB TansaniaZitha Said ist verheiratet und hat fünf Kinder. In den vergangenen Jahren war ihre Familie von Nahrungsmangel betroffen, weil ihr Land von der Regierung an einen Investor verkauft wurde. Zitha berichtet von den katastrophalen Auswirkungen. „Wir konnten nicht mehr genügend Nahrung produzieren, um meine Familie zu ernähren. Zwei meiner Kinder musste ich von der Schule nehmen, weil wir die Schulgebühren nicht zahlen konnten.“

Über den Kontakt zu unseren Projektpartner/innen hat sich das Blatt gewendet: „Besonders wichtig für uns war der Workshop zu Landrecht. So haben wir verstanden, wie es passieren konnte, dass unser Land an einen Investor verkauft wurde. Das hat meiner Familie und dem ganzen Dorf geholfen, unsere eigenen Rechte auf das Land zu erkennen. Als Frau bin ich stolz darauf, auch anderen bei dieser Kampagne zu helfen, ihr Land wieder einzufordern. Wir haben es geschafft, insgesamt schon 120 Acres (fast 50 Hektar) zurückzubekommen. Unsere Erwartung an die Zukunft ist es, unser Land wieder ganz zurück zu bekommen.“

Bernad Kalinga und Elizabeth Simbeye aus dem Dorf Tindingoma

Tansania KalingaBernad Kalinga, seine Frau Elizabeth Simbeye und ihre drei Kinder Saidi, Sadocki und Sauli mussten früher oft an Hunger leiden. Ihnen fehlte das Wissen über gute landwirtschaftliche Methoden, auch weil der Klimawandel die Bewirtschaftung immer schwieriger macht. Als sie die Erfolge der benachbarten Bauernfamilien sahen, die schon beim Partnerprojekt mitmachten, haben sich Bernad und Elizabeth dann auch bei den Trainings beteiligt und einerseits ihre Landwirtschaft, andererseits die Art der Ernährung umgestellt.

Bernad berichtet von den Erfolgen: „Durch bessere Ernten haben wir das Hungerproblem überwunden. Wir konnten sogar einige Überschüsse verkaufen und damit Ochsen und Pflug kaufen. Dies hilft uns, die Arbeit besser zu gestalten und mehr zu produzieren.  Die ausreichende und gesunde Ernährung hilft uns, unsere Arbeiten gut zu schaffen, und den Kindern, in der Schule gut zu lernen.“

Sternsinger-Spenden unterstützen die Menschen dabei, ihr Land und ihre Nahrung zu sichern:

  • Landrechte verteidigen - durch Zusammenschluss und Rechtsbeistand
  • Ernte verbessern - eigenes Saatgut, Hausgärten, richtige Lagerung der Ernte
  • Gesundheit stärken - gesunde Nahrung vor allem für Babys und Kleinkinder