Rom - Feldkirch, Sonntag 25. Oktober

Einen berührenden Abschluss fand die Synode im Schlussgottesdienst im Petersdom. Das Evangelium war wie eine Zusammenfassung eines Weges, den wir alle mit großem Einsatz mit vielen Diskussionen, manchmal vielleicht auch mit Enttäuschung und Not gegangen sind. Es ist die Heilung des blinden Bartimäus. Jesus richtet diesen Menschen auf: durch das Berühren, durch das Hinschauen, durch diesen liebenden Blick gibt er ihm einen Weg in die Zukunft.
Und das ist die Aufgabe der Kirche, Menschen zu begleiten, sie aufzurichten und ihnen diese Zuwendung Gottes zusagen.

Das ist unsere Aufgabe. Ein Bild nehme ich im Herzen mit nach Hause. Bei der Gabenbereitung bringt ein schwer behindertes Mädchen dem Papst die Gaben. Der Papst bückt sich und küsst das entstellte Gesicht dieses Mädchens. Ein Bild, das das Herz zerreißt. Ein Bild aber, das wie kein anderes sagt, was der Auftrag von uns als Kirche ist.

Nun trete ich die Reise an Richtung Norden mit diesem Bild im Herzen und mit der Hoffnung, dass durch die Botschaft dieser Synode, durch die Botschaft, durch das Leben der Kirche im Jahr der Barmherzigkeit viele Menschen aufgerichtet werden und durch diese Zuwendung Würde und Leben in Freude erlangen.

Bischof Benno Elbs