Rom - Freitag, 23. Oktober

Es ist die Zielgerade der Synode. Am Donnerstagabend erhielten wir den ersten Entwurf des Schlussdokuments der Synode. Ein Text, der unter großem und intensivem Arbeitseinsatz der Redaktoren entworfen wurde. Viele von uns haben in der Nacht den Text studiert und sich Gedanken drüber gemacht. Am Freitagvormittag wurde der Text in der Synodenaula diskutiert. Viele haben noch ihre Änderungswünsche dazu geäußert. Noch einmal wird die ganze Breite an Meinungen sichtbar. Manche Statements berühren. Viele Synodenväter äußern sich sehr emotional. Andere „mauern“. Noch einmal können Änderungsvorschläge eingebracnt werden, die dann am Freitagnachmittag vom Redaktionsteam geprüft und eingearbeitet werden.

Einige unserer Sprachgruppe haben sich zu Wort gemeldet und versuchten noch einmal, ihre Sichtweise deutlich zu machen.

Soeben ist mir auf dem Petersplatz ein Mitbruder begegnet und hat sich mit den Worten in den Abend verabschiedet: „Il faut avoir confiance“  (französisch: „Wir müssen Vertrauen haben.“)

In dieser Haltung möchte ich nun auf den letzten Tag der Synode warten. Da wird der neue Text gemeinsam gelesen, am Nachmittag  zu den einzelnen Punkten abgestimmt. Ob es ein Impuls wird für die Welt und für die Familien? Il faut avoir confiance.

Bischof Benno Elbs