Dankesworte von Bischof Benno Elbs anlässlich "50 Jahre Diözese Feldkirch"

Mit dem heutigen 8. Dezember kommt das Diözesanjubiläum zu einem vorläufigen Abschluss. Dieses 50-Jahr-Jubiläum war kein punktuelles Ereignis, sondern ein Weg, ein nach vorne offener Dialog „mit allen“. Ein Jahr lang haben wir mit einer breiten Vielfalt an Veranstaltungen und Angeboten zu zeigen versucht, was die immer noch junge Katholische Kirche in Vorarlberg ausmacht: Verschiedene Sozialaktionen sollten das caritative Antlitz der Kirche zum Leuchten bringen („Mahl für meinen Nächsten“, die Charity-Aktion „We like to move it“, die Sozialaktion von Kindern für Kinder: „Glücksbüx“).

Dialogformate wie „W’ortwechsel“ waren eine Einladung, miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit bunten Programmpunkten und einem Mix aus Musik und Spiel, Stille und Gebet, Vergangenheit und Zukunft war das „Fest am See“ mit über 15.000 BesucherInnen nicht nur ein hoffnungsfrohes Fest der Begegnung, sondern auch einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres. Was mich sehr berührt: Seit diesem Sommer leuchtet ein Gipfelkreuz vom Kreuzjoch hinab ins Montafon und erinnert uns daran, dass die Hoffnung über alle Tragik des Lebens bleibend erhaben ist.

Dieses abgekürzte Panorama soll zeigen: Wir wollten in diesem Jubiläumsjahr keine Nabelschau betreiben, sondern hinausgehen und zuhören, einladen und Begegnung ermöglichen. Wir wollten werben für einen Glauben, der Freude ausstrahlt, und für eine Kirche, die zu Hoffnung und Vertrauen ermutigt und Mitmenschlichkeit großschreibt.

Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist die Dankbarkeit. Darum ist mir wichtig, dass ein von Herzen kommendes Wort des Dankes unsere 50-Jahr-Feier abrundet: Danke an alle Pfarren und Gemeinden, an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten sowie den Scharen an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Durch eure tatkräftige Mithilfe haben sich Ideen in Wirklichkeit verwandelt und manche Herausforderungen als leicht zu nehmende Hürde erwiesen.

Ich habe zu Beginn davon gesprochen, dass das Diözesanjubiläum heute „vorläufig“ zu Ende geht. Vorläufig deshalb, weil vieles, was in diesem Jahr angestoßen wurde, weitergehen soll. Ziel des Jubiläums war es auch, Impulse zu geben, die nachhaltig inspirieren. Das Jubiläumsjahr hat Horizonte des Glaubens aufgerissen und Perspektiven eines modernen Christseins eröffnet. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen sagen: Das Jubiläumsjahr der Diözese Feldkirch war ein Fest für die Menschen in Vorarlberg, ein Fest des Glaubens, ein Fest für alle.

Gehen wir gemeinsam in die Zukunft und bleiben wir verbunden.

Bischof Benno Elbs