Gemeinsam mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen eröffneten 14 Jugendliche aus Vorarlberg im Sitz der UNO in Genf eine Ausstellung der „Riesenkinder“ zur UN-Konvention der Kinderrechte. Sie alle sind als Jugendbotschafter für die Kinderrechte aktiv und hatten sechs Monaten lang an den Figuren gebaut. Damit wollen sie vor allem bei Erwachsenen für mehr Aufmerksamkeit für die Kinderrechte sorgen und gleichzeitig auch dazu auffordern, Kindern auf Augenhöhe zu begegnen.

Große Anerkennung für fünf Jahre Engagement

Nach vielen verschiedenen Aktionen, Workshops in Schulen und einem eigens zu den Kinderrechten erarbeiteten Musical ist die Station im UNO-Hauptsitz in Genf ein besonderer Höhepunkt. Viele Hürden waren zu nehmen, bis eine Ausstellung im Rahmen der Vollversammlung des Menschenrechtsrates genehmigt wird. Die Riesenfiguren hatten bereits in der UNO Wien für viele positive Rückmeldungen gesorgt – das war die Eintrittskarte für die JugendbotschafterInnen, um ihre Figuren nun in Genf der präsentieren zu können.

Bundespräsident gratuliert zu herausragendem Engagement

„Die Figuren bringen zum Ausdruck“, so Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Ansprache, „dass die Kinderrechte zu wichtig für uns alle sind, als dass man sie übersehen darf.“ Es gebe für sie keinen besseren Platz als hier in den Räumen der UNO, wo die ganze Welt daran erinnert werde, dass die Kinderrechte zu schützen und einzuhalten ein direktes Investment in die Zukunft von uns allen sei. Räume zu schaffen, in denen sich Kinder ausdrücken und einbringen können, sei ebenso wichtig wie der Schutz vor Gewalt, Hunger und Ausbeutung. „Ein ganz großer Dank an das außergewöhnliche Engagement der Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter für ihre Umsetzung des Themas und die vielen Aktivitäten“, schloss der Bundespräsident seine Rede und ließ sich anschließend gemeinsam mit den Ehrengästen die jeweiligen Figuren genauer erklären.

Arbeitstreffen mit UN-ExpertInnen

Nach der gemeinsamen Eröffnung mit Bundespräsident Van der Bellen standen eine Reihe von Gesprächen mit hochrangigen VertreterInnen verschiedener UNO-Organisationen auf dem Programm. Dabei wurden die Workshops und Aktionen der JugendbotschafterInnen vorgestellt und neue Kontakte mit ExpertenInnen für künftige Aktionen geknüpft. „Mit erfahrenen Fachleuten in einen intensiven Dialog zu treten und gehört und respektiert zu werden, bedeutet für uns eine große Chance“, so Jugendbotschafterin Jana Berchtold. Darüber hinaus geht es für Projektkoordinatorin Nicole Kantner um die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen: „Wir haben ausgereifte und kindgerechte Workshopmaterialien erstellt, die von den JugendbotschafterInnen nicht nur bei uns, sondern auch in Äthiopien bei Kindern mit großem Erfolg in der Praxis erprobt wurden. Die Sicht von Jugendlichen auf wichtige entwicklungspolitische Themen müssten auch für andere Organisationen von Interesse sein. Diese Erfahrungen wollen wir gerne mit Fachleuten teilen, die an gleichen Themenstellungen arbeiten, um die Situation von Kindern weltweit zu verbessern.“

Stimme der Jugendlichen wichtig

Seit fünf Jahren bietet die Caritas Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich aktiv und kreativ mit den Kinderrechten zu beschäftigen und sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern einsetzen. Dies kann Möglichkeiten zur Mitbestimmung bei uns im Land betreffen oder den Zugang zu sauberem Trinkwasser für Kinder in Partnerländern der Caritas: „Wir glauben an eine Welt, in der alle Kinder gut leben können. Dafür wollen wir als Caritas unseren Beitrag leisten – im Aufzeigen von Notständen, mit konkreter Hilfe und durch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, wenn es um ein Erarbeiten von Lösungen geht“, erklärt Caritasdirektor Walter Schmolly die Grundmotivation. Auch für den Leiter der Caritas Auslandshilfe, Martin Hagleitner-Huber, steht eindeutig fest, dass junge Menschen eigene Perspektiven einbringen, die als wertvolle Impulse für die Arbeit der Caritas gesehen werden: „Das Engagement der JugendbotschafterInnen verändert Sichtweisen und zeigt auf, dass wir im Dialog den Anliegen und Bedürfnissen der Kinder damit wesentlich gerechter werden können.“

Quelle: Caritas / red