„Es fehlt an allem: Keine Lebensmittel, kein Trinkwasser, fehlende Medikamente.“ Das ist das erste Fazit von Caritas Vorarlberg-Mitarbeiter Harald Grabher, der sich derzeit in Mosambik vor Ort befindet. Und auch in Malawi sieht die Situation nach dem Durchzug des Zyklons Idai nicht besser aus.

Wenn eine Regierung den Notstand ausruft und um internationale Hilfe bittet, will das etwas heißen. Genau das ist jetz aber in Mosambik geschehen, nachdem der Zyklon Idai dort sowie in Simbabwe und Malawi eine Spur der Verwüstund hinterlassen hat. Schätzungen sind nach wie vor schwierig, die Sprache ist aber von hunderttausenden Menschen, die obdachlos geworden sind. Die UN prognostiziert, dass mit den anhaltenden Regenfällen weitere 350.000 Menschen in den Risikogebieten von Überschwemmungen gefährdet sein könnten. Und nach wie vor fehlt von vielen Menschen jegliches Lebenszeichen.

Regen und Angst vor Cholera

Derzeit gilt es die Bevölkerung zumindes mit dem Nötigsten zu versorgen  - und dafür arbeitet die Caritas vor Ort sehr eng mit der Hilfsorganisation Esmabama zusammen.  „Wir müssen alles tun, um zu verhindern, dass durch Wasser übertragene Krankheiten die Katastrophe noch größer macht“, warnt der Direktor der Hilfsorganisation Esmabama, Fabrizio Graglia, vor einem möglichen Ausbruch von Cholera.  „Für die nächsten Tage sind weitere Regenfälle vorhergesagt, Trinkwasser und Nahrungsmittel sind momentan am dringlichsten.“

Versorgen und aufbauen

Neben der Krisenregion rund um die Stadt Beira werden auch große Schäden im Umland der Missionsstationen Barada und Estaquinha im südlichen Teil der Provinz Sofala befürchtet – diese Stationen werden von der Caritas Vorarlberg seit vielen Jahren unterstützt. „In der schwer verwüsteten Hafenstadt Beira sind zwischenzeitlich viele Helfer eingetroffen, jetzt gilt es, die Infrastruktur wieder aufzubauen und die Menschen zu versorgen", so Graglia.

Drei-Phasen-Plan

Der Plan sieht drei Phasen vor: Die Bereitstellung von Trinkwasser, Nahrungsmitteln sowie Treibstoff für Generatoren und Transportfahrzeuge, die medizinische Versorgung und schließlich die Unterstützung beim Wiederaufbau. „Wir schätzen, dass wir durch unsere Hilfe 10.000 Haushalte mit 50.000 betroffenen Menschen unterstützen können“, berichtet Harald Grabher. Schnelle Hilfe sollen auch die rund tausend Kinder und Jugendlichen in der „Internatsschule Esmabama“ erhalten, auch hier wird die Lebensmittelversorgung knapp. „Wir rechnen damit, dass die Bevölkerung rund ein Jahr lang unsere Hilfe braucht – mit dem Einbringen der nächsten Ernte wird die Lage ein wenig entschärft“, hofft der Leiter der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg, Martin Hagleitner-Huber, dass die Vorarlberger Bevölkerung die geplante Hilfe durch Spenden mitträgt.

Wasser und Schlamm

Ein ähnliches Bild zeichnet sich in Malawi ab. Bischof Martin Mtumbuka, Bischof von Karonga im Norden von Malawi berichtet von Camps, in denen die Leute "menschenunwürdig und schockierend" leben: „Rund 3.000 Menschen sind hier in nur drei Zelten zusammengepfercht – in einem winzigen Schlammloch. Sie haben alles verloren und sind evakuiert worden".  Die hygienischen Zustände seien unzumutbar, die Menschen in den Zelten würden im Schlamm schlafen und es fließe Regenwasser in die Zelte.

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Nothilfe nach Zyklon in Mosambik

Caritas Vorarlberg, Raiffeisenbank Feldkirch, IBAN AT 32 3742 2000 0004 0006
Kennwort: Wirbelsturm Mosambik