Haben Sie Freitag schon was vor? Falls nicht: Papst Franziskus lädt ein, diesen Tag dem Gebet für den Frieden zu widmen – vor allem für Frieden in der Demokratischen Republik Kongo und im Südsudan.

Schon im September 2013 hatte Franziskus einen besonderen Tag des Gebets und Fastens für einen Frieden in Syrien durchgeführt. Ende November letzten Jahres leitete er außerdem ein Friedensgebet für Afrika im Petersdom.

Beten ist gut...

Dass der Fokus am kommenden Freitag, den 23. Februar, ausgerechnet auf diese beiden Staaten gerichtet ist, hat traurige Gründe: Mitte Jänner erreichten im Kongo die Proteste gegen das Regime von Präsident Joseph Kabila einen neuen, blutigen Höhepunkt, als UN-Angaben zufolge bei einer Demonstration in Kinshasa mindestens sechs Menschen erschossen worden sind. Demnach hatten katholische Gruppen zu friedlichen Protesten aufgerufen; Armee und Polizei hätten gewaltsam reagiert. Dutzende weitere Menschen wurden bei den verbotenen Katholikenmärschen im ganzen Land verletzt, wie die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (Monusco) mitteilte. Die Polizei setzte Tränengas und scharfe Munition ein und schoss auch direkt auf Kirchen. Es wurde von rund 100 Festnahmen berichtet.

Auch der Südsudan kommt nicht zur Ruhe: Seit 2013 tobt dort ein Bürgerkrieg, der tausenden Menschen das Leben kostete und mehr als zwei Millionen aus ihrer Heimat vertrieb. Dürren und Hunger verschärfen die Lage.

... Handeln ist besser

„Wie bei ähnlichen Gelegenheiten lade ich auch wieder die nicht-katholischen und nichtchristlichen Brüder und Schwestern ein, sich dieser Initiative auf die Weise, die sie für am besten geeignet halten, anzuschließen“, erklärte der Papst im Anschluss an ein Angelusgebet auf dem Petersplatz Anfang des Monats.

Franziskus betonte weiter, jenseits des Gebets sei weiteres Handeln gefordert: „Jeder von uns kann konkret 'Nein' zu Gewalt sagen.“ Mit Gewalt erreichte Siege seien „falsche Siege“, während hingegen Arbeiten am Frieden allen gut tue, so der Papst.

Quelle: Kathpress.at (1 | 2) | Vatican News | red