Entscheidung im Architektenwettbewerb "Kaplan Bonetti-Haus"

Dreieinhalb Monate nach Ausschreibung eines geladenen Architektenwettbewerbs ist die Entscheidung, wie das „Kaplan Bonetti-Haus“ in Dornbirn künftig gestaltet sein soll, am vergangenen Montag gefallen: Die Wettbewerbs-Jury unter dem Vorsitz von Architekt Hermann Kaufmann hat sich für die Planung der Architektengemeinschaft Hörburger & Kuess aus Bregenz entschieden. Das Projekt zeichnet sich durch einen sehr wertschätzenden Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz des Haupttraktes und eine sehr effiziente und klar strukturierte Gliederung aus. Durch den Abriss eines Nebentraktes wird eine neue, zum Bahnhof hin orientierte Eingangssituation geschaffen. Vor allem die bestehende, künstlerisch durchaus beachtenswerte Kapelle kommt dadurch wesentlich besser zur Geltung und wird von außen für Besucher direkt zugänglich gemacht. Ein neuer, kompakter, im rechten Winkel zum Bestand angeordneter Baukörper sorgt für die notwendigen Wohn- und Büroflächen und fügt sich harmonisch in die bauliche Struktur des Bahnhof-Umfelds von Dornbirn ein.

Auch die anderen fünf Einreichungen haben alle Anforderungen der Ausloberin erfüllt und zeugen von einer engagierten Auseinandersetzung mit den Aufgabenstellungen des Wettbewerbs. Die Jury hat deshalb auf eine weitere Reihung der Projekte verzichtet. Alle Wettbewerbsbeiträge können am kommenden Wochenende im Pfarrzentrum St. Christoph in Dornbirn-Rohrbach besichtigt werden (Öffnungszeiten s. u.).

Kaplan Bonetti Sozialwerke

Für Geschäftsführer Peter Mayerhofer bedeutet der geplante Umbau, welcher das frühere „Haus der jungen Arbeiter“ nach über fünfzig Jahren wieder auf einen zeitgemäßen Standard bringen wird, eine „ganz wichtige Weichenstellung für die weitere Entwicklung unserer Einrichtung“. Schließlich bietet das neue Gebäude künftig nicht nur Unterkunft für bis zu 60 wohnungslose Menschen, sondern ist auch Verwaltungssitz der gesamten Einrichtungen der „Kaplan Bonetti Sozialwerke“, welche mit ihren Wohnprojekten, einer Beratungsstelle und den Arbeitsprojekten mit insgesamt ca. 35 Angestellten ein sehr umfassendes Dienstleistungsangebot für in Not geratene Menschen im Raum Dornbirn bieten.

Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, müssen freilich noch zahlreiche Vorarbeiten wie Detailplanung, Genehmigungsverfahren, Finanzplanung uvm. erledigt werden. Die Geschäftsführung hofft allerdings, dass noch dieses Jahr die ersten Baumaschinen auffahren.

Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge

  • Samstag, 27.02.2010, 17 bis 21 Uhr
  • Sonntag, 28.02.2010, 10.30 bis 13 Uhr

jeweils im Pfarrzentrum St. Christoph, Dornbirn-Rohrbach
(Eingang über das Pfarramt)