Wenn man von etwas nie genug haben kann, dann ist es wohl Frieden. Dass das ein gutes Anliegen für ein gemeinsames Gebet ist, fanden nicht nur VertreterInnen der verschiedenen Religionen, sondern auch mehr als 200 Menschen, die sich am Sonntag auf dem Marktplatz in Dornbirn für ein interreligiöses Gebet einfanden. Und anschließend konnte das friedliche Miteinander gleich ausgetestet werden - beim "public picknick".

Eigentlich ist es schon ein Wahnsinn, dass das Lied von Nicole, mit dem sie 1982 den Eurovision Song Contest gewann, immer noch so aktuell ist. Schon vor 34 Jahren wünschte sie sich "ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde, auf der wir wohnen".  Dennoch werden aktuell weltweit gerade  16 Kriege geführt. Ein Lichtblick sind die Menschen, die das nicht kalt lässt und die gerne etwas für den Frieden tun würden. Mehr als 200 von ihnen versammelten sich am Sonntag auf dem Marktplatz in Dornbirn um gemeinsam zu beten.

Gemeinsam ein Zeichen setzen

Man wolle gemeinsam ein Zeichen setzen, solidarisch sein und für alle Flüchtlinge beten und auch für die Zukunft unserer Gesellschaft, damit ein friedliches und konstruktives Miteinander möglich ist, erklärten die Veranstalter des interreligiösen Gebets, die Plattform „Religionen für den Frieden“ und die Junge Kirche in Dornbirn. Unterstützt wurde die Aktion von VertreterInnen der verschiedenen Religionen:  Benno Elbs (Katholische Kirche Vorarlberg), Nikola Balovic (Orthodoxe Kirche), Angelika Bonyadi (Bahá'i), Johannes Okoro (Altkatholische Kirche), Midhat Sejfic (Islam), Michael Meyer (Evangelische Kirche) sowie buddhistische Nonnen und Mönche.

Zukunft des guten Miteinanders

Eine Minute war auf dem Marktplatz völlige Stille. Gemeinsam betete man für eine friedvolle Zukunft für alle Menschen - unabhängig von Nation und Religion. Anschließend lud Jugendseelsorger Dominik Toplek zum "publik picknick" ein, das die Menschen nicht nur kulinarisch näher brachte. Wie eine Art dieser Gemeinsamkeit funktionieren kann, zeigte der KONTAKTCHOR, bei dem Einheimische und Menschen aus anderen Ländern gemeinsam sangen.