... sonst: Klima aus, und das mit der Beleuchtung ist dann eh egal: Samstag löschen wieder auf der ganzen Welt Menschen für eine Stunde das Licht. Damit allen anderen eins aufgeht.

Ob es heuer besonders duster wird? Samstag zwischen 20:30 und 21:30 Uhr gehen auf der ganzen Welt die Lichter aus – an Parlamenten, Monumenten, in Geschäften, Wohnungen, Zimmern. Mit einer Art Lauffeuer durch die Zeitzonen (nur eben ohne das Feuer) zeigen Menschen während der „Earth hour“, wie groß unser Einfluss auf den Planeten ist – im Guten wie im Schlechten.

Die Aussichten? Düster.

Die Düsternis ist ein ziemlich treffendes Bild für das, was gerade um uns herum passiert: Hitzesommer und Kältewinter, Wirbelstürme und Flutkatastrophen sind nur der Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir das Klimaruder nicht endlich herumreißen. Denn: Wir sind schuld. Unser Fliegen, unser Fahren, unser Konsum sorgen dafür, dass immer mehr und mehr CO2 in die Atmosphäre gerät – mit genannten, verheerenden Folgen. Nicht nur für uns, sondern vor allem für die Generationen danach.

„Wir fordern die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf, Verantwortung zu übernehmen und diese Krise zu lösen, oder zurückzutreten. Ihr habt in der Vergangenheit versagt. Wenn ihr weiterhin versagt, werden wir jungen Menschen selbst diesen Wandel vollziehen. Die Jugend dieser Welt hat begonnen, sich zu bewegen, und wird nicht wieder ruhen.“

Wir müssen etwas tun

Diese Worte stammen von MitstreiterInnen der schwedischen Schülerin Greta Thunberg. Seit Wochen verlassen nach ihrem Vorbild SchülerInnen Freitag für Freitag ihre Schulen und streiken – dafür, dass die Erwachsenen bitte endlich aufwachen mögen und tun, was zu tun ist, um unsere Erde zu retten. Ihr Engagement lässt die Weltöffentlichkeit reichlich verlegen zurück. Denn: Verdammte Axt, wie kann es sein, dass sich so ein paar Halbwüchsige nicht mehr mit Lippenbekenntnissen beschwichtigen lassen, sondern echte Änderungen fordern? Das hieße ja, dass wir den fetten SUV wirklich abschaffen müssen und auf Urlaubsflüge verzichten. Dass das täglich‘ Fleisch wirklich gestrichen wird und das 63. Paar Schuhe auch. „Ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere machen“, sagte Thunberg dazu schlicht im deutschen ZDF.

Wenn also auch Sie sich entschließen, Samstagabend eine Stunde lang auf Licht und andere Elektronika zu verzichten, denken Sie an Greta Thunberg. Ach, vielleicht auch an Ihre eigenen Kinder. Und vielleicht überlegen Sie, was Sie ab Sonntag tun können, damit ihre persönliche Klimabilanz ein bisschen besser ausfällt. Tipps und Ideen finden Sie z. B. hier. So als kleinen Hoffnungsschimmer.

www.wwf.at/de/earthhour/