Die Propstei St. Gerold wird in den nächsten Jahren rundum erneuert. Der Gastronomiebereich mit neuer Küche und Sonnenterrasse sowie einige Gästezimmer sind bereits fertiggestellt. Künftig soll die Propstei verstärkt in Vorarlberg und über die Landesgrenzen hinaus als Ort für Bildung und Begegnung sowie für nachhaltige Veranstaltungen wahrgenommen werden. Im August wird zu "Tagen der offenen Tür" eingeladen.

Im Laufe der kommenden Jahre wird die Propstei St. Gerold in neuem Glanz erstrahlen. In mehreren Bauetappen erfolgt eine Rundum-Sanierung der Klosteranlage, die am 30. Juni 2014 begonnen hat. Die erste Phase ist bereits abgeschlossen: Die Gastronomie mit einem kleinen à la carte Restaurant und die Lagerräume sind neu. Auch die zentrale Küche, die Sonnenterrasse, der Klosterladen und Parkplätze sind fertiggestellt.

Der weitere Umbau der weitgehend denkmalgeschützten Gebäude erfolgt in mehreren Etappen: Zunächst wird der Dachbereich der Herberge mit zusätzlichen Zimmern und Betten ausgestattet. Anschließend soll das Haupthaus mit der ältesten erhaltenen Bausubstanz saniert werden. Ebenso stehen Umbauten und Renovierungen im „Wyberhus“ (dem großen Seminar-, Konzert- und Bankettraum), in der Cafeteria, dem sog. „Riegelbau“, der romanischen Gnadenkapelle, der Kirche und dem Glockenturm bevor.

Für die Planung zeichnet das Vorarlberger Architekturbüro Hermann Kaufmann ZT GmbH verantwortlich. Die Mittel für den Umbau werden vom Kloster Einsiedeln, dem Land Vorarlberg sowie Firmen- und privaten Spendern aufgebracht.

Besondere Atmosphäre in modernem Betrieb
Vor 1000 Jahren gegründet, gehört die Propstei St. Gerold seit dem 13. Jahrhundert zum Benediktinerstift Maria Einsiedeln in der Schweiz. „Der Ort hat eine besondere Atmosphäre, die jeder Besucher spüren kann. Die Propstei soll auch weiterhin ein Ort der Bildung und Begegnung, der Sinnsuche und Konzentration bleiben. Bei der Sanierung legen wir deshalb viel Wert auf eine hochwertige, aber – wie bisher – reduzierte Ausstattung der Räumlichkeiten“, erklärt Geschäftsführerin Birgit Sauter-Paulitsch.

Die Propstei kann bis zu 100 Personen beherbergen und bietet Hippotherapie und heilpädagogisches Reiten an, außerdem werden Menschen in schwierigen Situationen sozial unterstützt. Langfristig will sie sich als moderner Betrieb aufstellen und ihre Räumlichkeiten auch touristisch nützen. Als außergewöhnlicher Veranstaltungsort für Schulungen, Hochzeiten, Seminare oder Reitwochen für Schüler gibt der Ort Raum für alle, sagt Birgit Sauter-Paulitsch.

Ein zentrales Anliegen der Geschäftsführerin ist die Umweltverträglichkeit, sowohl beim Bau als auch im täglichen Betrieb. Bei der Sanierung kam bzw. kommt viel Holz aus dem eigenen Bestand zum Einsatz. Geheizt wird mittels Biomasse und Pellets, gekühlt mit eigenem Quellwasser. „Nachhaltige Veranstaltungen sind jetzt schon möglich. Wir verwenden beispielsweise nur Mehrweggeschirr und meiden Müll. Kulinarisch werden wir uns noch mehr auf regionale Produkte konzentrieren.“

Tage der offenen Tür in der Propstei St. Gerold
An den „Tagen der offenen Tür“ können sich Besucher ein Bild davon machen. Auf dem Programm stehen Führungen, kulinarische Stationen und ein buntes Kinderprogramm. Am 8. August steht außerdem die bekannte Buchautorin, Psychotherapeutin und Supervisorin Dr. Ute Karin Höllrigl für Hintergrundgespräche zur Verfügung. Sie ist als Seminarleiterin seit über dreißig Jahren eng mit der Propstei St. Gerold verbunden.

Termine „Tage der offenen Tür“
Samstag, 08. und Sonntag, 09. August, jeweils von 11 bis 19 Uhr
Samstag, 15. und Sonntag, 16. August, jeweils von 11 bis 19 Uhr

Info: www.propstei-stgerold.at