Erdbeben in Indonesien: Die Menschen brauchen Hilfe. Silvia Holzer ist für die Caritas im Einsatz im Erdbebengebiet.

Silvia Holzer Caritas„Die Menschen brauchen dringend ein Dach über dem Kopf“, so lautet die dringliche Botschaft der Caritas-Katastrophenhelferin Silvia Holzer (31). Nach den beiden Erdbeben auf Sumatra (am 30. September und am 1. Oktober; siehe auch S. 11) unterstützt die Vorarlberger Caritas-Mitarbeiterin das lokale Caritas-Team vor Ort bei der Soforthilfe für die Erdbebenopfer.

Frau Holzer, was war ihr erster Gedanke, als Sie vom Beben gehört haben?
Ich habe mir Sorgen um die Menschen gemacht, die ich in der Gegend kenne. Ich habe ja fast drei Jahre auf der indonesischen Insel Nias für die Caritas im Wiederaufbau nach dem Tsunami gearbeitet und Land und Leute sehr schätzen gelernt.

Wie sieht es derzeit im Erdbebengebiet aus?
Das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist noch gar nicht abschätzbar. Die Straßen sind teilweise verschüttet, die betroffene Gegend ist teilweise sehr gebirgig. Die Stromversorgung ist unterbrochen. Aus Angst vor weiteren Beben trauen sich die betroffenen Menschen nicht in ihre Häuser zurück – sofern diese überhaupt noch stehen.

Erdbeben SumatraWas wird nun am dringendsten benötigt?
Viele Menschen haben sich aus Holz und dem, was sonst zu finden war, einen Unterschlupf gebaut. Die Menschen brauchen dringend ein Dach über dem Kopf, damit vor allem die Kinder und die alten Menschen nicht Grippe oder andere Infektionskrankheiten bekommen. Die Regenzeit verschlimmert die Lage. Teilweise schüttet es wie verrückt, in den Nächten ist es schon relativ kalt.

Wie kann die Caritas da helfen?
Als Caritas konzentrieren wir unsere Nothilfe zunächst auf 5.000 Familien im Bezirk 7Koto (Region Padang-Pariaman). Die ersten Plastikplanen haben wir schon verteilt. In den kommenden Tagen bringen wir die ersten 700 Zelte in die Dörfer. Viele Menschen haben alles verloren. Wir dürfen sie nicht alleine lassen.

Caritas-Spendenkonto
Konto-Nr. 40006
Raiffeisenbank Feldkirch, BLZ 37422
Kennwort: Hilfe für Erdbebenopfer

(Vorarlberger KirchenBlatt, Nr. 41 vom 11. Oktober 2009)