13 Frauen und Männer schlossen vergangenen Freitag den FGA-Lehrgang erfolgreich ab. Die Feier zur Überreichung der Diplome fand in Hard statt - zum letzten Mal. Denn der Lehrgang wird eingestellt.

FGA: „Familien- und Gruppenarbeit“ oder „Führung ganzheitlich angehen“ - in diesen beiden Namen spiegelt sich die Geschichte des Lehrganges, der 1980 erstmals angeboten wurde. Träger war die „Lehranstalt für Ehe- und Familienberatung“, die 1974 von Altbischof Elmar Fischer gegründet wurde. 150 Absolvent/innen wurden seither in elf Lehrgängen ausgebildet, sie erstreckten sich jeweils über drei Jahre.

Fürs Leben

„Der FGA ist die Generalprobe für das Leben“, so beschrieb Stefan Schäfer, Leiter des Lehrgangs, in seiner Rede sein „Adoptivkind“ - 1992 hatte er es von Elmar Fischer übernommen und gemeinsam mit einem vierköpfigen Team zu dem gemacht, was es heute ist. „Es braucht Wissen, Können und Haltung“, führte der Theologe weiter aus. Wissen gebe Sicherheit, mit dem Können, das aus dem Üben erwächst, werde die Leitung spielerischer und Haltung könne nur entstehen, wenn „man mit sich selbst befreundet ist“. So wurde jedes Thema immer auch biografisch angegangen, die Treffen zu intensiven persönlichen Erfahrungen, die das Leben der Teilnehmenden änderte. Trotz des überaus positiven Feedbacks, das die Teilnehmer/innen dem Lehrgang zukommen ließen, „passt dieses Format offensichtlich nicht mehr ganz in die heutige Bildungslandschaft“, erklärte Peter Mayerhofer, der seitens der Diözese Gruß- und Dankworte aussprach. Gründe dafür liegen unter anderem im großen zeitlichen Aufwand sowie im „Nutzen“ des Lehrganges, für den es keine ECTS-Punkte gibt.

Diplom und Taschentuch

Peter Mayerhofer bedankte sich bei Stefan Schäfer für dessen großes Engagement und Kompetenzbreite. Er brachte sich ein als Theologe, Psychotherapeut, Supervisor und Seelsorger - oder, wie eine Teilnehmerin formulierte, als „zuhörender großer Bruder“. „Der Bedarf an Taschentüchern war groß“, wusste Mayerhofer und so überreichte er bei der Verleihung der Abschlussdiplome den Absolvent/innen ein Päckchen Taschentücher. Bei deren Beitrag wurde dann greifbar, wie sehr der Kurs geprägt hatte. Jede und jeder brachte dies mit einem Symbol und einem Satz zum Ausdruck. Da wurde schon das eine oder andere Taschentuch gebraucht. Dennoch war die Stimmung fröhlich und unbeschwert - nicht nur wegen der Jazzklänge, die die Band den ganzen Abend hindurch so wunderbar in den Saal schickte.