Eine Kollegin fährt oft mit dem Zug und kommt dabei mit vielen Leuten ins Gespräch.

Meistens dauert es nicht lange, bis sie zur fremden Gesprächspartnerin sagt: „Smalltalk liegt mir nicht so. Was ist denn der Sinn des Lebens für dich?“ Daraus ergeben sich oft spannende Gespräche, die den Kern eines jeden Menschen treffen. Für viele ist der Sinn des Lebens die Familie, die eigenen Kinder, anderen Menschen zu helfen oder der Wunsch, einem erfüllenden Beruf nachzugehen.

Auch die Firmkandidat/innen sind im Alter von 16 und 17 eingeladen, sich diese Frage zu stellen. Was ist mein Lebenssinn? Wofür lohnt es sich zu leben? Firmung bedeutet in dieser Auseinandersetzung auch, die Spuren Gottes im eigenen Leben zu entdecken, Glaubensgemeinschaft zu erfahren und eine persönliche Gottesbeziehung aufzubauen.

Heuer ist manches anders

Mit dem gemeinsam abgestimmten Firmweg und der gemeinsamen Feier der Firmung haben wir uns in Bregenz auf Neuland gewagt. Die Firmkandidat/innen und ihre Begleiter/innen sind Pioniere auf diesem Weg. Erstmals gibt es einen gemeinsamen Firmgottesdienst in Bregenz. Am 27. Mai wird Bischof Benno in Mariahilf das Sakrament 24 Jugendlichen spenden. Dass der Weg zur Firmung und die Feier der Firmung gemeinsam abgestimmt werden, bedeutet gut aufeinander hören, voneinander  lernen und sich mutig auf dem Weg machen. Das ist eine Herausforderung, nicht nur für die Firmlinge, sondern auch für die Pfarren.  Auf diesem Weg lernen wir uns alle besser kennen mit unseren unterschiedlichen Pfarrkulturen und gemeinsamen Zielen. Dieser Weg braucht Offenheit, Kompromissbereitschaft und die Neugier für das Unbekannte, aber vor allem auch den Geist Gottes, der uns begleitet.

Dieses Jahr gestalten die Pfarren Herz Jesu und Mariahilf den Firmweg und die Firmung miteinander. Der Patentag, eine Nachtaktion am See und die Firmung sind Meilensteine zum gemeinsamen Ziel, den wesentlichen Fragen des Lebens und des Glaubens näher zu kommen.Dabei hat die Zugehörigkeit zur eigenen Pfarre einen wichtigen Platz. Denn konkretes Glaubensleben wird einerseits dort erfahren, andererseits geht es um das gemeinsame Zusammenleben in ganz Bregenz.