Austritt und dann - Die Folgen

Wie sich der Austritt aus der Katholischen Kirche zivilrechtlich auswirkt, hat er auch kirchenrechtliche Folgen.

Was verändert sich

Durch die Taufe ist ein Mensch aufgenommen in die Gemeinschaft der Glaubenden. Diese Zugehörigkeit ist nicht aufhebbar. Dennoch ist es durch den Austritt nicht mehr möglich,

  • am Empfang der Sakramente teilzunehmen;
  • kirchliche Ämter zu bekleiden (auch nicht das Amt des Tauf- oder Firmpaten);
  • eine Funktion in der Kirche wahrzunehmen (insbesondere Funktionen in diözesanen oder pfarrlichen Räten z. B. Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat).
  • Dienste aufgrund einer kirchlichen Ermächtigung auszuüben (z. B. Religionslehrer).
  • im kirchlichen Dienst zu stehen. Falls der/die Ausgetretene zum Zeitpunkt des Austritts im kirchlichen Dienst steht, muss dieser beendet werden.
  • ein kirchliches Begräbnis mit allen dafür vorgesehen Ritualen zu erhalten. Für ein kirchliches Begräbnis ist die Rückkehr zur Kirche bzw. ein anderes Zeichen der Reue über den Kirchenaustritt oder des Wunsches zur Rückkehr nötig.
  • kirchlich getraut zu werden. Durch den Austritt entsteht ein Trauverbot, das nur durch eine besondere Erlaubnis des Pfarrers oder Bischofs aufgehoben werden kann.

 
Wie geht die Pfarrgemeinde mit einem Kirchenaustritt um?

Jeder Mensch, der die Kirche verlässt, hinterlässt Fragen und Leerstellen. Um aus den offenen Fragen lernen zu können haben in der Diözese Feldkirch viele Pfarrgemeinden verschiedene seelsorgliche Initiativen ins Leben gerufen, die den Kontakt zu Austretenden und Ausgetretenden suchen. Dabei wird selbstverständlich auf den Wunsch nach Privatsphäre geachtet.

Eine jener Stellen, die sich mit den Gründen für einen Kirchenaustritt beschäftigt und das Gespräch mit Austretenden sucht, ist zum Beispiel die Dialogstelle der Diözese Feldkirch.

 

Sie erreichen die Dialogstelle unter 05522 3485 123 bzw. per Mail: dialogstelle@kath-kirche-vorarlberg.at

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