Diözesangeschichte

Die Diözese Feldkirch ist die zweitjüngste Diözese Österreichs. Papst Paul VI. vollzog nach diplomatischen Verhandlungen zwischen dem Vatikan und Wien die Diözesanerhebung mit der auf 8. Dezember 1968 datierten Bulle "Christi Caritas". Die feierliche Proklamation erfolgte am 14. Dezember 1968.

Ursprünglich hatte das heutige Vorarlberg zu drei auswärtigen Diözesen gehört: Der Bischof von Chur war zuständig für die Rätoromanen im südlichen Teil, während die deutschsprachigen Alemannen im nördlichen Teil zu Konstanz gehörten. Kleine Gebiete im Bereich des Tannbergs und das Kleine Walsertal gehörten zur Diözese Augsburg. Um den Einfluss auswärtiger Bischöfe auf sein Herrschaftsgebiet einzuschränken, versuchte schon Kaiser Joseph II. (1780-90), eine eigene Diözese für das Land vor dem Arlberg zu errichten.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet von Vorarlberg als Generalvikariat mit einem eigenen Weihbischof der Diözese Brixen unterstellt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde als Provisorium die Apostolische Administratur Innsbruck errichtet, zu der auch das Generalvikariat Feldkirch gehörte. 1935 wurde der bisherige Provikar Franz Tschann zum Generalvikar in Feldkirch ernannt, seine Bischofsweihe erfolgte 1936. Er erlangte Berühmtheit, weil er 1938 das Empfehlungsschreiben der österreichischen Bischöfe für den "Anschluss" nicht mitunterzeichnen wollte.

Am 8. Dezember 1968 war es schließlich soweit: Die eigenständige Diözese Feldkirch wurde errichtet und der vorherige Generalvikar Bruno Wechner erster Diözesanbischof von Feldkirch.

Eine ausführlichere Diözesangeschichte finden Sie hier